Alternativ Wohnen - Innovativ Denken - Kreativ Leben

Mitglied werden

Bevor wir ein neues Mitglied in die Genossenschaft aufnehmen, wollen wir uns so gut wie möglich kennenlernen. Wir wollen gegenseitig prüfen, ob wir zusammen leben und wohnen können und wollen, so wie es unser Haus zulässt. Wichtig ist es, ehrlich miteinander zu sein. Unser Ziel ist ein dauerhaftes und gutes Miteinander. Niemand kann versprechen, dass es so sein wird und jeder kann und darf auch in Frieden wieder ausziehen. Auch die finanziellen Bindungen können wieder aufgelöst werden.

Gemeinschaft entwickelt sich und wird entstehen. Wir wollen uns gegenseitig die Zeit geben, uns kennen und wenn möglich, auch schätzen zu lernen.

Wir haben zusammengestellt was aus unserer Sicht wichtig ist, damit alle Beteiligten gute Voraussetzungen haben, eine Entscheidung zu treffen.


1. Schritt - Wohnort und Umgebung (das Außen) kennenlernen
Der erste Aufenthalt von mindestens drei Tagen dient dazu, das Haus, die Umgebung und die Rhön zu erkunden. Ebenso kann man die Rotmilane, die hier schon wohnen, kennenlernen. Oft reichen zu Beginn schon ein Tag oder ein paar Stunden, um zu sehen, ob das Grundrauschen stimmig ist.

Als Besucher kann jeder die Berge und Täler erwandern sowie die Umgebung erkunden. Wir halten uns zurück und wollen, dass Du den Ort und die Umgebung selbständig erlebst und erspürst.  

BITTE UNBEDINGT BEACHTEN: Beim ersten Besuch ist Selbstverpflegung üblich. Für Lebensmittel und Getränke steht in jedem Zimmer ein Kühlschrank zur Verfügung.

2. Schritt - Die Gemeinschaft (das Innen) kennenlernen
Beim zweiten Aufenthalt kann man die Bewohner und Abläufe der Gemeinschaft kennenlernen und sich beteiligen. Anfallende Gemeinschaftsarbeiten und die Durchführung werden besprochen. Hier entscheiden wir gemeinsam, ob es einen gezielten Arbeitseinsatz gibt und in welchem Bereich wir Unterstützung brauchen.

Wir besprechen, ob, wann und was wir zusammen kochen und essen. Vielleicht entscheiden wir uns auch für einen gemeinsamen Ausflug, eine Wanderung, eine Besichtigung oder ähnliches. Wir setzen uns zusammen und reden miteinander über unsere Wünsche, Möglichkeiten und Grenzen.

Die Dauer der Kennenlerntage wird individuell besprochen. Wiederholungen sind möglich und können sinnvoll sein.

3. Schritt - Probewohnen
Wenn wir nach den ersten Schritten gemeinsam zum Ergebnis kommen, dass ein Zusammenleben gute Aussichten auf Erfolg hat, besprechen wir die Länge des Probewohnens. Das können Wochen oder Monate sein oder auch mehrere Aufenthalte zu unterschiedlichen Jahreszeiten.

Das Probewohnen ist auf jeden Fall zeitlich befristet. Wir wollen das gemeinschaftliche Wohnen und Leben miteinander ausprobieren. Wie viel Zeit es dafür braucht, kann niemand im Voraus sagen. Deshalb sollten wir sie individuell verabreden und ggf. wiederholen oder verlängern. Dabei berücksichtigen wir die Situation und den Bedarf von beiden Seiten.

Weitere Informationen
Erfahrungsaustausch
Am Ende eines jeden Aufenthalts sprechen wir über die gegenseitigen Erfahrungen.

Kosten für Besuche und Probewohnen

Für Übernachten, Essen, Getränke und ggfls. Reinigung ist eine Kostenbeteiligung erforderlich. Die Höhe besprechen wir individuell, je nach Wünschen, Interessenslagen und Möglichkeiten. Wir wollen kein Geld verdienen, müssen aber die entstehenden Kosten decken.

Zimmer ausprobieren
Besucher und Probebewohner haben die Möglichkeit, die verschiedenen freien Zimmer im Haus auszuprobieren. Sie stehen möbliert zur Verfügung. Bei längerfristigem Probewohnen kann das Mitbringen eigener Möbel abgesprochen werden.

Weitere geplante Aktivitäten
Wir planen ein Programm zu Gemeinschafts- und Gesundheitsthemen. Eventuell bieten wir auch einen Stammtisch und Workshops an. Darüber hinaus beabsichtigen wir, einen eingetragenen Verein für soziale Themen zu gründen und Kontakte zu den hiesigen Vereinen aufzunehmen.

Im Übrigen empfehlen wir vier Bücher (siehe unten), um sich aktiv mit dem Gemeinschafts-gedanken auseinander zu setzen.


Buchempfehlungen
Gemeinschaftsbildung - Der Weg zu authentischer Gemeinschaft
von M. Scott Peck 

Eurotopia - Verzeichnis der Gemeinschaften in Europa
Hieraus: Beiträge von Michael Würfel (Hrsg.) und Erfahrungsberichte

Der Fährte des Herzens folgen - Wege aus Hierarchie und Herrschaft
Sachbuch von Loba Salome Pahl

Die letzte Strophe - Roman von Christine Brückner  

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Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.                 (Albert Einstein, 1879 bis 1955, Physiker, D, CH, USA)